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05.07.2019

Bühl: Bürgerwerkstatt zum Thema „Sanierungsgebiet Südlicher Stadteingang“ im Friedrichsbau

Bühl: Bürgerwerkstatt zum Thema „Sanierungsgebiet Südlicher Stadteingang“ im Friedrichsbau

Bühl (kkö). Bei einer Bürgerwerkstatt rund um das Thema „Sanierungsgebiet Südlicher Stadteingang“ konnten Anlieger am Mittwoch die aus ihrer Sicht bestehenden Mängel und Missstände in ihrer Wohngegend formulieren sowie Wünsche zur Verbesserung anbringen.

Bühl (kkö). Bei einer Bürgerwerkstatt rund um das Thema „Sanierungsgebiet Südlicher Stadteingang“ konnten Anlieger am Mittwoch die aus ihrer Sicht bestehenden Mängel und Missstände in ihrer Wohngegend formulieren sowie Wünsche zur Verbesserung anbringen.

Oberbürgermeister Hubert Schnurr begrüßte um die 40 Personen im Friedrichsbau und unterstrich, dass es sich um das achte Sanierungsgebiet handelt, das die Stadt angeht. „Zu den dafür nötigen Schritten gehört die Bürgerbeteiligung. Es wird auch eine Klausurtagung des Gemeinderats geben, bevor wir den Antrag auf Aufnahme in ein Programm der städtebaulichen Erneuerung zum 31. Oktober einreichen.“

Durch den Abend führten die Projektleiter Sindy Bieler und Patrick Loewert von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS). Bieler lieferte zunächst einen Überblick über die Untersuchungen, die einer solchen Sanierung vorausgehen. Dazu zählen zwei Grundpfeiler: Eine – bereits erfolgte – Bestandsaufnahme seitens der WHS, um einen Eindruck der sozialen, strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse zu gewinnen, und eine Fragebogenaktion. Letztere läuft noch, erste Ergebnisse liegen aber schon vor, wie Bieler mitteilte. „Es handelt sich bei dem Gebiet um eine Fläche von rund 13,5 Hektar, im Norden durch die Markstraße begrenzt. Sie reicht über den Stadtgarten bis zum westlichen und östlichen Bereich der Hauptstraße.“ Sobald die allgemeinen Ziele benannt worden seien, werde man in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Maßnahmen festlegen und ihre Kosten kalkulieren, kündigte sie an. „Das gebietsbezogene Entwicklungskonzept wird schließlich dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt. Dieser muss auch einen Satzungsbeschluss für das neue Sanierungsgebiet fassen.“ In der Werkstatt gehe es darum, Handlungsschwerpunkte zu eruieren. „Ihre Meinung ist uns wichtig.“

Die Bestandsaufnahme hatte laut Loewert unter anderem folgende Mängel ergeben: Enge Gehwege (etwa in der Wiedigstraße), teils durch Lastverkehr stark beansprucht, sowie vielfach marode Straßenbeläge. Einen ausgeprägten „Hinterhofcharakter“ gerade im Bereich der westlichen Hauptstraße verstehen die Projektleiter nicht nur als Aufgabe, wie er verdeutlichte: „Dieser Bestand bietet Potenzial.“ Gebietsmerkmale seien zudem der hohe Anteil von Gastronomiebetrieben und von Verwaltungen aus dem Bereich Vermögen und Versicherungen. „Insgesamt stehen rund 120 Gewerbetreibende etwa 450 Mietern und Privateigentümern gegenüber.“ Als Gründe für die Sanierung nannte er auch den demografischen Wandel respektive die sich verändernde Altersstruktur der Bewohner und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum, „zumal die Ein- und Zwei-Personen-Haushalte zunehmen“.

Die Werkstatt teilte sich in fünf Arbeitsgruppen zu den Handlungsfeldern „Wohnen und Stadtbild“, „Klimaschutz und Smart City“, „Mobilität und Aufenthalt“, „Gewerbe“ und „Zielgruppen und bürgerschaftliches Engagement“. Wie sich in den bisher 103 eingereichten Fragebögen abgezeichnet hatte, ergab sich, dass einige Missstände eine Mehrheit der Bürger besonders beschäftigen. An erster Stelle: Der Lärm, vorrangig durch Verkehr und Baustellen, aber auch der Gastronomie geschuldet. Weitere Kritikpunkte waren das schnelle Fahren in 30-er-Zonen, fehlende Stell- und Parkplätze, Leerstände, eine unattraktive Straßen- und Platzgestaltung sowie eine relativ schlechte Bausubstanz. Auch der Wunsch nach mehr Grünflächen, um die Aufenthaltsqualität zu optimieren, wurde laut. Das künftige Sanierungsgebiet solle möglichst hochwertig gestaltet werden, um es attraktiv für junge Familien zu machen. Zum Abschluss präsentierten Sprecher der Gruppen eine Zusammenfassung der Ergebnisse, die nach gemeinsamer Diskussion nun von der WHS ausgewertet und in die Planung einbezogen werden.           

Quelle: Katrin König

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