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03.07.2019

Freudenstadt: Stadt sammelt Ideen für ihr Konzept

Freudenstadt: Stadt sammelt Ideen für ihr Konzept

Unter dem Motto "Bürger gestalten ihre Stadt" hat die Stadtverwaltung zur Auftaktveranstaltung für das neue Stadtentwicklungskonzept eingeladen. Die Resonanz war gut.

Freudenstadt (mos). Die Stuhlreihen im Stadthaus waren gut besetzt, das Interesse der Bürger am neuen Konzept war vergleichsweise groß. "Das hier soll ein breit angelegter Prozess sein", sagte Oberbürgermeister Julian Osswald, als er neben Bürgermeisterin Stephanie Hentschel und weiteren Vertretern der Stadtverwaltung und insbesondere des Amts für Stadtentwicklung auch Stadträte und zahlreiche Interessierte begrüßte.

Von der Wüstenrot Haus-und Städtebau GmbH, die den Prozess professionell begleitet, waren mit Norina Flietel, Barbara Fleisch und Isabell Arnold ebenfalls drei Mitarbeiterinnen vor Ort. Sie informierten über den Stand und die weiteren Schritte. "Die Stadt Freudenstadt will mit einem neuen gesamtstädtischen Entwicklungskonzept den aktuellen Herausforderungen Rechnung tragen, das Leitbild aus dem Jahr 2007 ersetzen und eine Strategie für die zukünftige Entwicklung festlegen", sagte Osswald zur Intension.

Im Vorfeld der Veranstaltung wurden bereits zahlreiche Themen von Wüstenrot zusammengetragen, die die Bürger um eigene Themen ergänzen sollten. Norina Flietel betonte, dass es sich bei diesem Stadtentwicklungskonzept um ein informelles Planungsinstrument ohne konkrete Vorgaben, aber mit Bürgerbeteiligung handle, damit das Ergebnis am Ende auch auf breiter Basis stehe.

Die Themenpalette reiche vom Sozialen Miteinander über Mobilität und Verkehr, Kultur und Freizeit bis zu Tourismus und zu Digitalisierung. Das Stadtleitbild aus dem Jahr 2007 biete dafür eine gute Grundlage, werde erweitert und aktualisiert.

Auf dieser Basis schrieben die Besucher der Auftaktveranstaltung in einem ersten Arbeitsschritt Themen, die ihnen wichtig sind, auf Kärtchen. In einem zweiten Schritt wurden Stärken und Schwächen mittels farblich unterscheidbarer Klebezettel auf der Stadtkarte markiert. Die Ergebnisse für die jeweiligen Ortsteile wurden anschließend kurz vorgestellt, werden aber noch detailliert ausgewertet.

Beteiligungsplattform im Internet

In einem weiteren Schritt präsentierte das Wüstenrot-Trio die Ergebnisse der Bestandsaufnahme und die daraus entwickelten Handlungsfelder und Handlungsbedarfe für sämtliche Stadtteile. Diese werden ab sofort im Internet veröffentlicht. Dort gibt es auch eine Beteiligungsplattform und weiteren Informationen. Auch über kommende Veranstaltungen im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts wird dort informiert.

Unter dem Punkt "Dialoge" können sich die Bürger zu bestimmten Fragen äußern und Kommentare hinterlassen. Außerdem gibt es dort ab dem 16. Juli die Möglichkeit des "Crowdmappings", bei dem man mittels Smartphone oder am PC kleine Markierungen auf der Freudenstadtkarte setzen und dazuschreiben kann, ob dort – und wenn ja welcher – Handlungsbedarf besteht oder eben gerade nicht, weil alles schon in Ordnung ist. Markierungen anderer Teilnehmer sind sichtbar und können kommentiert werden.

Im Herbst werden die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung und der Onlinebefragung bei einer Ortschaftsratsklausur vertieft, deren Ergebnisse wieder Grundlage einer Bürgerwerkstatt im Dezember sind. Im Februar 2020 folgt eine Gemeinderatsklausur. Die Fertigstellung erfolgt im März, die Vorstellung der Ergebnisse und Verabschiedung im Gemeinderat im April des kommenden Jahres.

In der anschließenden Diskussion wurde unter anderem angemerkt, dass die Themen Klima, Energie und Umwelt zu kurz gekommen sind. Die jetzige Aufzählung sei nicht abschließend zu verstehen, antwortete Flietel. Außerdem habe die Stadt ein eigenes Klimaschutzkonzept, ergänzte Stephanie Hentschel.

Es wurde der Wunsch geäußert, das Augenmerk auch auf das Thema kulturelles Erbe zu legen. Dass die Öffentlichkeit nicht an den Ortschaftsrats- und Gemeinderatsklausuren teilnehmen darf, kritisierte der ehemalige Stadt- und Kreisrat Walter Trefz.

Diskussion in geschütztem Rahmen

Oberbürgermeister Julian Osswald verteidigte das Vorgehen. Bürger würden mehrfach direkt beteiligt, die Gremien müssten als gewählte Vertreter auch einmal in geschütztem Rahmen diskutieren dürfen.Stadträtin Elisabeth Gebele erkundigte sich nach der Jugendbeteiligung, die laut Philipp Heidiri vom Amt für Stadtentwicklung im Rahmen des Jugendrathauses am 18. Juli erfolgen soll. Nachdem ein Zuhörer auch noch die Elektromobilität in den Fokus gestellt hatte, bemerkte ein anderer, dass einige ausschließlich ihre "Partikularinteressen" vertreten würden. Deshalb sei wichtig, dass der gewählte und repräsentative Gemeinderat das letzte Wort habe.

Weitere Informationen: www.freudenstadt.de/stadtentwicklung oder unter www.stadtentwicklungsmanager-im-dialog.de/unserfreudenstadt


Foto: mos, Schwarzwälder Bote
Quelle: Schwarzwälder Bote, 02.07.2019

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