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27.05.2019

Stadtentwicklung: Zukunftsperspektiven für Freiberg

Stadtentwicklung: Zukunftsperspektiven für Freiberg

Wie wird sich die Stadt Freiberg weiterentwickeln? Wo sind die Schwerpunkte und was ist dafür zu tun? Antworten darauf liefert das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (Insek), das der Gemeinderat jetzt verabschiedet hat.

Eine Besonderheit von Insek: Bürger haben dabei die Gelegenheit, ihre Ideen und Anregungen mitzuteilen und aktiv am Prozess mitzuwirken. Dafür hat die Stadt Freiberg – begleitet von Sibel Kilic-Barut und Anja Willmann von der Wüstenrot Haus- und Städtebaugesellschaft – Ende März einen Bürgerworkshop durchgeführt. Dabei haben rund 50 Freiberger, die zufällig ausgewählt wurden, ihre Ideen und Wünsche zur Stadtentwicklung in verschiedenen Bereichen wie Verkehr, Energie, Umwelt und Klimaschutz, Freizeit und Digitalisierung eingebracht. Auch im Zuge einer Online-Befragung auf der Internetseite der Stadt konnten sich die Bewohner äußern. Gleichzeitig haben Kilic-Barut und Willmann in Gesprächen mit der Verwaltung eine Bestandsaufnahme gemacht. Dabei haben sie festgestellt, dass die Kommune in Sachen Stadtentwicklung nicht untätig war. So existieren neben einem Einzelhandelsgutachten und einem energetischen Quartierskonzept auch ein Klimaschutzkonzept sowie eine Machbarkeitsstudie für einen Deckel auf der Autobahn. Für Sportstätten und Spielplätze liegen ebenfalls bereits fertige Ausarbeitungen vor.

Ausgehend von den Erkenntnissen aus der Bürgerbeteiligung und der Bestandsaufnahme formulierten die beiden Mitarbeiterinnen der Wüstenrot Haus- und Städtebaugesellschaft Ziele für die weitere Stadtentwicklung in Freiberg. Unter der Überschrift „Bauliche Entwicklung und Wohnen“ empfehlen sie die Schaffung von bedarfsgerechtem Wohnraum. Dazu gehören Mietwohnungen ebenso wie Angebote für altersgerechtes Wohnen sowie Wohnraum für Familien. Dafür sollen laut Kilic-Barut und Willmann vor allem bereits bestehende innerörtliche Flächen genutzt werden. Gleichzeitig sollen Anreize für dieModernisierung privater Gebäude geschaffen werden. Doch auch die Verwaltungsoll daran gehen, öffentliche Gebäude insbesondere im Stadtzentrum zu ertüchtigen.

Um das Zentrum zu stärken und das Stadtbild aufzuwerten, empfehlen die Expertinnen, öffentliche Plätze und Naherholungsflächen mit hoher Aufenthaltsqualität sowie den Bahnhofsvorplatz gestalterisch aufzuwerten. Auch diverse Veranstaltungen sowie die Belebung der Geschäfte und Gastronomiebetriebe durch die Umsetzung des Einzelhandelskonzepts sollen dazu beitragen, dass Freiberg attraktiver erscheint. Dazu sei es zudem wichtig, neue Wegeverbindungen beispielsweise zwischen dem Wasen und dem Zentrum zu schaffen.

Um das Freizeitangebot zu stärken, wird der Verwaltung und dem Gemeinderat ans Herz gelegt, das Sportstätten- sowie das Spielplatzkonzept umzusetzen, Treffpunkte im Ort zu schaffen sowie Angebote für alle Generationen zu forcieren. Unter dem Stichwort „Ausbau der Digitalisierung“ stellen sich Kilic-Barut und Willmann vor, Bürgerinformationen und -dienste zu digitalisieren und zu prüfen, wie die Freiberger digital an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Um die lokale Wirtschaft zu fördern und den Standort industriell weiterzuentwickeln, sollen mögliche Flächen geprüft und aktiviert werden. Auch im Bereich Umwelt- und Klimaschutz haben die beiden Wüstenrot-Mitarbeiterinnen Vorschläge parat: Dazu gehörender Ausbau der Gasversorgung sowie die Förderung von Naturschutzmaßnahmen. Auch Anregungen aus der Bürgerschaft wie Urban Gardening (deutsch: gärtnerische Nutzung städtischer Flächen) gelte es, zu prüfen. Für eine nachhaltige Infrastruktur wird die Umsetzung der bereits vorhandenen Verkehrs-, Fußgänger- und Radwegekonzepte vorgeschlagen. Insbesondere die Situation des ruhenden Verkehrs – Stichwort: Parkleitsystem – soll verbessert werden. Eine Anpassung des ÖPNV, die sich an der Nachfrage orientiert, innovative Mobilitätskonzepte und die Prüfung einer Umgehungsstraße sind weitere Themen, welche Kilic-Barut und Willmann der Stadt ins Hausaufgabenheft geschrieben haben.


Autor:

Frank Elsässer
Foto: Holm Wolschendorf
Quelle: www.lkz.de, 24. Mai 2019

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