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14.05.2019

Wünsche bei der Sanierung sogar übertroffen: 2 010 Tonnen Sand und rund 800 Kubikmeter Boden sind in die Anlage verbaut worden

Wünsche bei der Sanierung sogar übertroffen: 2 010 Tonnen Sand und rund 800 Kubikmeter Boden sind in die Anlage verbaut worden

Zuvor schon durften die Jettinger hier wieder turnen und spielen. Am Samstag nun wurde es jedoch offiziell: Da weihte Bürgermeister Hans Michael Burkhardt die Freizeitanlage im Stöckach ein. Viele örtliche Vereine feierten mit vielen Bürgern gemeinsam das neue Areal der Kinder, Eltern, Familien, Schulen nah am Zentrum der Gemeinde, nah an der Natur.

Jettingen. „Ein schöner Tag in mehrfacher Hinsicht!“, freut Hans Michael Burkhardt sich, als er am Samstagvormittag vor das Festpublikum auf dem Jettinger Stöckach tritt. Just zur Stunde, in der Burkhardt die Freizeitanlage eröffnet, schiebt sich die Wolkenplatte, die eben noch den Himmel bedeckte und es rieseln ließ, beiseite – blau und Sonne scheinen durch. Schön findet der Bürgermeister den Tag freilich auch dieses Anlasses halber: Die Freizeitanlage steht den Bürgern der Gemeinde nun zur Verfügung – „grunderneuert“.

Wie viel dies bedeutet, das legen Burkhardt, Simon Gross, Landschaftsarchitekt beim Reutlinger Planungsbüro Dreigrün, und Jugendreferent Samuel Brenner anschließend dar. Hinter Burkhardt stehen die Mitglieder der Jugendkapelle des Musikvereins Unterjettingen, rote Westen, glänzende Instrumente in Händen, die eben noch luftige Blasmusik zur Eröffnung der Anlage spielten; dort, wenige Schritte weiter, ragt auch das Gitter auf, das die Sportanlagen auf dem Stöckach nun voneinander abschirmt.

Dass solche Abschirmung fehlte, davon spricht Brenner, wurde von Jugendlichen in der Vergangenheit häufig beklagt. „Die Bälle sind oft vom Platz geflogen“, sagt er, „jetzt gibt es einen viel besseren Spielfluss.“ Ein zweites Beachvolleyballfeld kam hinzu – dass parallele Spiele nicht möglich waren, galt bei den Spielern zuvor ebenfalls als Defizit. Bei der Sanierung der Sportanlage übertraf die Gemeinde alle Wünsche noch: „Beide Felder lassen sich zu einem Spielfeld verbinden, das dann auch den Wettkampfnormen entspricht, oder sie lassen sich zu einem Beachsoccerfeld umbauen.“ Brenner ist sehr zufrieden auch mit der neuen Pumptrackanlage, der Mountainbikestrecke nahebei, die wesentlich vergrößert wurde, nun auch sehr viel stärker genutzt wird – eine Crew aus Herrenberg wird am späteren Nachmittag noch mit ihrer Pumptrackshow vorführen, wie sich diese Anlage ausnutzen lässt.

Freilich: „Platz nach oben“, dies stellt Architekt Simon Gross fest, „bleibt noch immer. Hier darf sich auch in Zukunft noch etwas entwickeln.“ Gross besuchte das Gelände erstmals 2014, rund vier Jahre also, bevor die Sanierung der Freizeitanlageschließlich im Frühjahr 2018 von der Gemeinde angegangen wurde. Das Sanierungsjahr, berichtet der Architekt, war ein sehr trockenes, über eine nahe Quelle jedoch konnte das Grün bewässert werden. Für den Landschaftsarchitekten wurde die Freizeitanlage dadurch nicht zuletzt zu einem gärtnerischen Thema. Die Quelle ist nun integriert in ihren Spielplatz.

Formal, sagt Gross, sei die Freizeitanlage bereits im November 2018 fertiggestellt worden; im Frühjahr 2019 wurden Details nachgearbeitet. 2010 Tonnen Sand und rund 800 Kubikmeter Boden wurden auf einer Sanierungsfläche von etwa 5000 Quadratmetern verbraucht, bei Kosten von – so der Architekt – etwa 44 Millionen Cent. Spricht der Jettinger Bürgermeistervon derselben Zahl, dann nennt er die Summe rund eine halbe Million Euro.

Burkhardt selbst fühlt sich gealtert und doch froh, an diesem Tag, weihte er dieselbe Anlage doch schon einmal ein – 15 Jahre zuvor als noch junger Bürgermeister. Manfred Aberle, seinerzeit Jugendreferent im Ort, wies ihn später auf Probleme mit dieser Anlage hin: Sie wurde nur noch wenig genutzt, erschien vielen Jugendlichen nicht mehr ansprechend. Ein Workshop fand statt, Ideen wurden gesammelt, der Plan gefasst, die Freizeitanlage über die ursprüngliche Zielgruppe der Jettinger Jugendlichen hinaus zu erweitern: ein integratives, generationenübergreifendes Projekt sollte sie werden.

Das hat sich nun bewahrheitet. Hans Michael Burkhardt besucht die neue Freizeitanlage selbst mit seinen Kindern; im großen, neu eingerichteten Spielbereich finden sich Familien, Kinder und Großeltern ein, während der Sportbereich weiterhinvorwiegend von Jugendlichen genutzt wird. Ein kleiner Vita-Pfad fließt in den nahen Wald hinein und eröffnet die Anlage auch Fitnesssportlern. Der Gemeinderat Jettingens suchte die Freizeitanlagen anderer Gemeinden auf, um Ideen für die eigene zu sammeln – das Ergebnis: Eine Schaukel findet sich auf dem Stöckach nun nicht, dafür viele interessante Angebote, die auf typischen Quartierspielplätzen sonst fehlen – Klettergerüste, fließendes Wasser im Sandbereich, Felsen aus Beton.

Die Mini-Flames der Narrenzunft Jettingen und ihre Zirkus-AG, die Tanzgruppe des Jugendtreffs, der örtliche Fußballverein – sie alle feiern die neue Freizeitanlage am Samstag mit Auftritten, Crêpes, Roten Würsten, vielen Backwaren. Und Hans Michael Burkhardt verzichtet auf Anraten von Simon Gross darauf, sich selbst im Ballwerfen zu beweisen: Bei der Einweihung einer Freizeitanlage in einem anderen Ort, so erlebte Gross es, musste ein Bürgermeister dies unbedingt versuchen – und warf 35-mal am Korb vorbei.


Autor: Thomas Morawitzky
GB-Foto: Bäuerle
Quelle: Gäubote, 13. Mai 2019

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