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15.04.2019

Dormettingen: "Treffpunkt für alle Generationen" ist ein wichtiges Ziel

Dormettingen:

Dormettingen (bv). Zahlreiche Ideen zur Weiterentwicklung Dormettingens sind beim "Bürgerworkshop" am Mittwoch in der Mehrzweckhalle vorgebracht worden. An die 40 Dormettinger nahmen daran teil.

Bürgermeister Anton Müller hatte sich zwar eine etwas bessere Beteiligung gewünscht, aber: "Diejenigen Bürger, die da waren, haben sich intensiv beteiligt." Fazit: "Wir können ein positives Resümee ziehen." Ziel sei ein zukunftsfähiges, liebenswertes und attraktives Dormettingen für alle Altersgruppen.

Unter Leitung der beiden Mitarbeiter der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, Isabell Arnold und Tobias Zerulla entwickelten die Teilnehmer unter dem Motto "Die Gedanken sind frei" Ideen und Konzepte zu den vier Themenbereichen "Flächensparende Siedlungsentwicklung", "Demografische Entwicklung", "Natur- und Landschaftsschutz, Freizeit, Erholung" und "Verkehr, Wegeverbindungen", um so laut Müller "dem Gemeinderat Ziele, Richtung und einen genauen Weg" in Sachen Gemeindeentwicklungskonzept an die Hand zu geben.

Das erarbeitete Konzept wird Grundlage für den Antrag Dormettingens als ELR-Schwerpunktgemeinde sein. Würde dies erreicht, könnte die Gemeinde mit hohen Fördergeldern rechnen. Dieser Antrag muss laut Müller bis Ende Juni gestellt werden.

Die Ergebnisse des "Bürgerworkshops" werden nun von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH zusammengefasst und dann in der Maisitzung des Gemeinderats beraten mit dem Ziel, daraus das endgültige Konzept zu erarbeiten. Auch wenn nicht alle Ideen und Anregungen aufgenommen werden könnten, würde das Entwurfskonzept dem Gemeinderat als Leitlinie für die nächsten Jahre ins Sachen Gemeindeentwicklung dienen.

Beim Schwerpunktthema Verkehr wurden laut Müller vor allem der Bau der Ortsumgehung, die besser Ausschilderung der Wander- und Radwege sowie die Umgestaltung von Straßen unter anderem mit barrierefreien Gehwegen genannt. Beim Thema Natur- und Landschaftsschutz hat der Schutz vor Lärmemissionen aus dem neuen Ölschieferabbaugebiet und dem Gewerbegebiet Priorität, etwa durch den Bau eines bepflanzten Schutzwalls. Weiter wurden neue Angebote im SchieferErlebnis wie ein Sommermarathon genannt, zudem die Stärkung des Ehrenamts.

Im dritten Themenfeld "Demografische Entwicklung" kristallisierte sich der Wunsch nach einem Treffpunkt für alle Generationen im Bereich der Schule heraus. Weiter wurden die Sicherung und Verbesserung der Gastronomie und der Nahversorgung sowie der Bau von Sozial- und Mietwohnungen genannt. In Sachen "Flächensparende Siedlungsentwicklung" wurde der Wunsch nach der stärkeren Nutzung von innerörtlichen Grundstücken (Kaffeebühl, Wasenstraße und Bereich zwischen Rathaus und Dreschhalle) genannt. Des Weiteren die Entwicklung des Mühle-Areals und des Bereichs rund um die Schule mit Trainingsplatz, der nun der Gemeinde zurückgegeben wird, und die Zentralisierung des Bauhofs. In diesem Zusammenhang, so Müller gegenüber unserer Zeitung, sei auch ein "interkommunaler Bauhof" ein Thema. Sollte dieser nicht zu verwirklichen sein, könnte der Dormettinger Bauhof im Gewerbegebiet, wo die Gemeinde zwei Plätze dafür in der Hinterhand habe, oder im Bereich Mühle-Areal konzentriert werden.


Quelle: Schwarzwälder Bote, www.schwarzwaelder-bote.de, 11.04.2019

Foto: Visel Foto: Schwarzwälder Bote


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