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14.03.2019

Freudenstadt: Neue Grundlagen für Entscheidungen der Zukunft

Freudenstadt: Neue Grundlagen für Entscheidungen der Zukunft

Freudenstadt (hb). Die Stadt Freudenstadt will mit einem neuen integrierten gesamtstädtischen Entwicklungskonzept den aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung begegnen und das Stadtleitbild aus dem Jahr 2007 ersetzen. Der Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt (AIU) vergab dazu in seiner jüngsten Sitzung den Auftrag an die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH für rund 52 000 Euro. Die Häfte der Kosten wird vom Land innerhalb des Förderprogramms "Flächen gewinnen durch Innenentwicklung" übernommen, für das sich die Stadt im Mai vergangenen Jahres beworben hatte.

"Wir brauchen für unsere Entscheidungprozesse dringend neue Grundlagen für die künftige Entwicklung", sagte der Leiter des Amts für Stadtentwicklung, Rudolf Müller, in der Sitzung des Ausschusses. Die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH kenne bereits die Verhältnisse in Freudenstadt und habe viele Informationen durch die Betreuung der Sanierungsgebiete Gottlieb-Daimler-Straße/Stadtbahnhof und Promenadeplatz. Sie habe sich als guter Partner für die Stadt erwiesen.

Müller erläuterte, dass ein Entwicklungskonzept für viele Förderprogramme eine Voraussetzung sei. Vorgesehen sei eine umfangreiche Bürgerbeteiligung und eine enge Abstimmung, beispielsweise mit dem Handels- und Gewerbeverein und Freudenstadt-Marketing. Das Ergebnis sei völlig offen, betonte Rudolf Müller. Der Bewilligungszeitraum für den Zuschuss vom Land ende zwar am 31. Dezember diesen Jahres, könne aber auch verlängert werden, falls es zeitlich knapp wird.

Getrennte Abstimmung

In der Diskussion im Ausschuss merkte Stadtrat Eberhard Haug (SPD) an, dass bei solchen Aufträgen immer wieder die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH auftauche. Ging es nach ihm, könnten auch gerne Angebote von anderen Firmen eingeholt werden, um besser entscheiden zu können. Man könne zwar auch andere Angebote einholen, doch bei den Mitarbeitern von Wüstenrot wisse man, dass sie das Projekt gut abwickeln können. Andere Firmen müssten erst von vorne anfangen, antwortete Rudolf Müller. Stadtrat Friedrich Volpp (Freie Wähler) stellte den Antrag auf getrennte Abstimmung über das Entwicklungskonzept im Allgemeinen und die Firma.

Stadträtin Elisabeth Gebele (Bürgeraktion) signalisierte ihre Zustimmung, wies jedoch darauf hin, dass bei einem integrierten Entwicklungskonzept auch die "weichen" Faktoren wie WLAN, Handel oder Lärm berücksichtigt werden müssten. Außerdem müsse man die Jugendlichen einbeziehen. Ein Konzept benötige Freudenstadt dringend, denn es "gäre" in der Stadt, zum Beispiel auch wegen des Projekts an der Herzog-Eugen-Straße.
Die Themen seien nicht nur baulicher Art, sicherte Müller zu. Dennoch müsse man zwischen dem Baurecht und dem Entwicklungskonzept deutlich unterscheiden. Für Stadtrat Hermann John (Freie Wähler) war es "keine Frage", das Entwicklungskonzept an die Firma Wüstenrot Haus- und Städtbau GmbH zu vergeben.

Bei der getrennten Abstimmung wurde dem Vorgehen und dem Ablauf für ein gesamtstädtisches Entwicklungskonzept einstimmig zugestimmt. Für die Vergebe an die Firma Wüstenrot gab es drei Gegenstimmen.


Archiv-Foto: Schwark Foto: Schwarzwälder Bote
Quelle: Schwarzwälder Bote


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