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11.10.2018

Blaustein: Sanierung der Stadtmitte geht nicht ohne die Bürger

Blaustein: Sanierung der Stadtmitte geht nicht ohne die Bürger

Seit vier Jahren ist Blaustein eine Stadt und nun soll auch endlich ein Zentrum her, das dem gerecht wird. Dazu muss umfassend saniert werden. Das geht nur mit Zuschüssen – und mit Bürgern, die mitziehen. Um diese umfassend über das neue Sanierungsprogramm Stadtmitte und die damit verbundenen Fördermöglichkeiten zu informieren, lud die Stadtverwaltung am Donnerstagabend ins Rathausfoyer ein.

Isabell Arnold und Verena Kreuter, die Projektleiterinnen der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, nahmen sich Zeit, alle Fragen geduldig zu beantworten und den Ablauf der Maßnahmen in den kommenden acht bis zehn Jahren zu erklären. Bürgermeister Thomas Kayser und Sandra Pianezzola, Leiterin des Blausteiner Bauamtes, erklärten den rund 50 Zuhörern – insgesamt leben etwa 370 Personen im Sanierungsgebiet – dass vergangenen Juni die Förderung bewilligt worden war. Damit schließt sich die Stadtmitte unmittelbar an das Sanierungsgebiet „Stadelwiesen“ an.

An der Gesamtsumme von 1,3 Millionen Euro beteiligt sich die Stadt nun mit rund 533 000 Euro – rund 60 Prozent kommen damit aus dem Fördertopf. „Das sind alles erst einmal grobe Schätzungen. Auch das Gebiet, über das wir hier sprechen, wird zunächst untersucht und festgelegt, wo genau letztendlich saniert wird“, erklärte Isabell Arnold. Dazu sei es wichtig, dass die Betroffenen so ausführlich wie möglich die Fragebögen ausfüllten und dort auch all ihre Ideen und Anregungen vermerkten. Man habe außerdem bereits einen Rundgang durch das Gebiet gemacht und einige Stellen notiert. Darunter die Hummelstraße, der Marktplatz, die stark befahrene Bundesstraße ohne Querungsmöglichkeiten und das Gewerbegebiet, das nicht recht zwischen die zwei Wohngebiete passen will.

Wichtig sei, dass Hausbesitzer, die eigene Maßnahmen planen, damit noch warteten, bis der Antrag komplett genehmigt und klar sei, was gefördert werden könne. Dann seien höhere steuerliche Abschreibungen möglich: zum Beispiel für die Erneuerung des Daches oder der Fenster, Sanitär- und Heizungssanierungen oder auch die Neugestaltung der Wohnräume.

Geplant sei außerdem eine Tiefgarage unter dem Marktplatz – viele der bisherigen Parkflächen könnten neu genutzt werden, sagte Pianezzola. Man strebe ein möglichst barrierefreies Zentrum an.

Bürger fragten, ob durch die Sanierung Kosten auf diejenigen zukämen, die nichts an ihrem Haus verändern möchten. „Das können wir so nicht komplett ausschließen. Denn durch die Wertsteigerung des Objektes könnten Ausgleichsbeträge nötig sein. Aber niemand wird zu irgendwas gezwungen. Viele Anliegen müssen wir im Einzelfall betrachten und mit den Hausbesitzern persönlich besprechen“, antwortete Verena Kreuter. Den teilweise hitzigen, vom Thema abweichenden Äußerungen entgegnete der Bürgermeister mit Ruhe: „Es ist zunächst einmal wichtig, einen Anfang zu machen.“

Damit alle an diesem Anfang teilhaben können, wurde die Abgabefrist für die Fragebögen um eine Woche verlängert: bis 20. Oktober. Anfang 2019 werde es eine weitere Veranstaltung geben.

 

Quelle: Südwest Presse, swp.de, 06.10.2018
© Text/Foto: Josephine Schuster


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