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25.09.2018

Alexander Heinzmann – Fachbeitrag Bundesverband DIE STADTENTWICKLER „Wohnen im Wandel“

Alexander Heinzmann – Fachbeitrag Bundesverband DIE STADTENTWICKLER „Wohnen im Wandel“

Im Bundesverband DIE STADTENTWICKLER werden in verschiedenen Arbeitsgruppen aktuelle, branchenrelevante Themen bearbeitet und vorangetrieben. Alexander Heinzmann, Geschäftsführer der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS), leitet die Arbeitsgruppe „Projektentwicklung/Wohnen“. Welche Herausforderungen die Arbeitsgruppe beschäftigen und mit welchen Wohnmodellen man auf aktuelle Trends und Entwicklungen eingehen kann, beschreibt er in ei-nem Fachbeitrag unter dem Motto „Wohnen im Wandel“. Erschienen ist dieser Beitrag in der Publikation „Tag der Städtebauförderung 2018“ des Bundesverbands DIE STADTENTWICKLER, die zum Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik, der vom 17. bis 19. September in Frankfurt am Main stattfand, erschienen ist.

Wohnen im Wandel

„Bei einer Gesellschaft im Wandel muss der Wohnungsmarkt mitziehen.“

Der demografische Wandel hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche – und somit auch auf die Immobilienwirtschaft. Aber was genau bedeutet das eigentlich? Die Lebenserwartung der Bevölkerung steigt stetig an, wodurch der Anteil älterer Menschen immer größer wird. Durch die hohe Lebensqualität und die moderne medizinische Versorgung in Deutschland bleibt dieser Anteil älterer Menschen oftmals bis ins hohe Alter fit und aktiv. Diese Zielgruppe wechselt häufig aus praktischen Gründen vom (großen) Einfamilienhaus in eine bedarfsgerechte Eigentumswohnung. Demgegenüber stehen allerdings diejenigen Senioren, die sich einen bedarfsgerechten Wohnraum im Alter nicht (mehr) leisten können und drohen, in die Altersarmut abzurutschen. Nicht zuletzt gibt es Senioren, die betreuungs- oder sogar pflegebedürftig sind. Auch dieser Personenkreis hegt den Wunsch, so lange wie möglich zu Hause wohnen bleiben zu können.

Doch nicht nur für den älteren Anteil der Bevölkerung muss die Immobilienwirtschaft zukunftsorientierte und bedarfsgerechte Wohnlösungen bieten. Auch junge Leute stellen die Branche vor neue Herausforderungen. Selbstverwirklichung sowie Flexibilität in Berufs- und Standortwahl stehen bei dieser „Generation Miete“ im Fokus. Darum binden sich immer weniger junge Menschen an Wohneigentum, was entsprechende Kapazitäten und Lösungen auf dem Mietwohnungsmarkt erfordert. Durch die steigende Anzahl an Single-Haushalten werden zudem viele kleine Wohneinheiten benötigt. Für Familien mit Kindern sind Themen wie Bildung, Betreuung und moderne Arbeitsplätze relevant. Das heißt, dass hier Wohnlösungen gefordert sind, die sich mit Familie und Beruf vereinbaren lassen und optimal an die Infrastruktur angebunden sind. Ein exemplarisches Wohnmodell für diese Ansprüche sind Haus-in-Haus Lösungen.

Doch nicht die Demografie allein sorgt aktuell für ein angespanntes Klima auf dem Wohnungsmarkt. Gerade in Ballungsräumen sind die Flächen knapp. Einer erhöhten Nachfrage stehen immer weiter steigende Baukosten gegenüber. Deutschlandweit stehen Städte und Gemeinden vor der Herausforderung, diesen Spagat zu meistern und zukunftsorientierte Lösungen zu schaffen und anzubieten – ganz egal ob in Stadtzentren, in Randlagen oder im ländlichen Raum. DIE STADTENTWICKLER bieten Lösungen, die bedarfsgerecht auf die aktuellen und künftigen Rahmenbedingungen eingehen. 

„Wohnmodelle können so individuell wie ihre Bewohner sein. Die große Herausforderung ist es, Zielgruppen, Bedarf und Angebote in Einklang zu bringen.“

Den aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft und auf dem Wohnungsmarkt werden neuartige, moderne und zukunftsorientierte Wohnmodelle gerecht. Diese Wohnmodelle gilt es, in Zukunft vermehrt zu schaffen und am Markt anzubieten. Zunächst müssen sich Städte und Gemeinden allerdings im Klaren darüber sein, wie sich ihre Bevölkerung zusammensetzt und welche Anforderungen diese an das Wohnen stellt. DIE STADTENTWICKLER setzen hier ihre fundierten Erfahrungswerte ein und übernehmen intensive Beratungsleistungen.

Mikro-Apartments eignen sich nicht nur für die junge Generation, die als „Young Professionals“ am Anfang ihres Arbeitslebens steht und (noch) ungebunden und flexibel leben möchte. Auch Auszubildende, Studenten, Praktikanten, Pendler, Mitarbeiter auf Zeit und Singles nehmen diese bezahlbare Lösung – gerade in Ballungsräumen – gerne in Anspruch.

Haus-in-Haus-Lösungen sind wie geschaffen für urbane Familien. In Zeiten dichter Bebauung gibt es hier die Möglichkeit, sich in einer integrierten Lösung trotzdem eigenständig und unabhängig zu fühlen. Dieses Wohnmodell ist eine kostengünstige Alternative zum klassischen Einfamilienhaus und kommt im Falle eines Hausmeisterservices auch für Senioren in Betracht.

Barrierearmes und barrierefreies Wohnen ist für unsere alternde Gesellschaft unverzichtbar. Die Generation, die den Alltag mit zahlreichen Treppen in einem Reihen-, Doppel- oder Einfamilienhaus nicht mehr bewerkstelligen kann, findet hiermit eine bedarfsgerechte Alternative, die ihr auch weiterhin eine hohe Lebensqualität und Eigenständigkeit gewährt.

Mehrgenerationenwohnen ist eine Win-Win-Situation für Jung und Alt. Menschen aus verschiedenen Generationen werden hier zusammengebracht, mit dem Ziel gegenseitiger Unterstützung.

Mitarbeiterwohnen ist vor allem an Standorten mit großer Wohnungsnot ein gefragtes Thema. Heutzutage sind für Arbeitnehmer nicht nur das Gehalt, die Anzahl der Urlaubstage und die Arbeitszeit ausschlaggebend dafür, ob sie einen Job annehmen oder nicht. Auch der Wohnraum muss gewährleistet sein. Darum können Unternehmen mit attraktiven Mitarbeiterwohnungen bei den Bewerbern punkten.

Gemischt genutzte Immobilien bieten neben Wohnräumen auch gewerbliche Flächen. Die Herausforderung ist es Wohnen, Dienstleistung und Handel innerhalb einer Immobilie so durchdacht zu konzipieren, dass die verschiedenen Einheiten ohne Nutzungskonflikte Stadt- und Ortszentren stärken und den Standort aufwerten.

Serielles und modulares Bauen sorgt für eine besonders schnelle und wirtschaftliche Realisierung von Wohnbauprojekten. Architektonische und städtebauliche Qualität werden dabei nicht außer Acht gelassen – auch baukulturelle Belange werden berücksichtigt. Seriell und modular erstellte Gebäude sind so flexibel, dass sie an die unterschiedlichsten Standortbedingungen angepasst werden können.

Umnutzung im Bestand schafft modernen Wohnraum in gewachsenen Umgebungen. So können zum Beispiel alte, leerstehende Fabriken in attraktive Loft-Wohnungen umgewandelt werden.

Energieautarke Häuser zielen auf aktuelle Trends und Entwicklungen wie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung ab. Durch integrierte erneuerbare Energie, versorgt sich das Haus selbst und macht somit unabhängig von Strom-, Erdgas- oder Heizöllieferanten.

„DIE STADTENTWICKLER sorgen für schnelle, bedarfsgerechte Lösungen und bringen diese unter Berücksichtigung aktueller Schwerpunktthemen in die Städte und Gemeinden.“

Das Spektrum an modernen und zukunftsorientierten Wohnmodellen ist sehr groß. Diese nun querbeet über sämtliche Städte und Gemeinden zu verteilen, macht allerdings keinen Sinn. Denn jeder Standort ist individuell und benötigt maßgeschneiderte Lösungen. Darum  ist eine gründliche Bedarfs- und Potenzialanalyse für Kommunen unerlässlich.

DIE STADTENTWICKLER beraten im ersten Schritt zu den Vorbereitungen der Umsetzung. Welches Verfahren ist notwendig und bestmöglich geeignet? Sollte zunächst eine Machbarkeitsanalyse durchgeführt werden? Führen wir eine Mehrfachbeauftragung oder einen Wettbewerb durch? Wie sieht die Projektvorbereitung aus? Wir beraten außerdem bei der Auswahl der Wohnformen, Nutzungsarten, Siedlungsgebieten und zu Möglichkeiten der Revitalisierung.

Städte und Gemeinden schaffen Wohnraum für ihre Bürger. Also sollen und wollen diese auch in den Prozess involviert werden. Wir beraten und begleiten bei Bürgerinformationen und -beteiligungen, damit unsere Auftraggeber Impulse aus der Bevölkerung zielgerichtet für diese einsetzen können.

Außerdem beraten und begleiten wir die Maßnahmen auch konkret in der Umsetzung. Wir übernehmen die Projektentwicklung, führen Wettbewerbs- und Vergabeverfahren durch und betreuen und koordinieren Baugemeinschaften bzw. Baugruppen.

Bei der Beratung und Umsetzung spielen für uns folgende aktuelle Schwerpunktthemen stets eine große Rolle: Die Anbindung an Nahversorgung und Infrastruktur, Mobilität (z. B. Stellplätze, E-Mobilität, Car-Sharing), die Digitalisierung, insbesondere Smart Home, Wirtschaftlichkeit, Energie, Nachhaltigkeit, städtebauliche Qualität und Integration im Quartier. 

Die Arbeitsgruppe „Projektentwicklung/Wohnen“ des Bundesverbands DIE STADTENTWICKLER hat sich auf die Fahne geschrieben, einen Leitfaden zu Wohnlösungen mit Empfehlungen und Beispielen zu entwickeln, damit wir deutschlandweit Städte und Gemeinden noch schneller und einfacher bei der Suche nach geeigneten Wohnmodellen und deren Realisierung unterstützen können. Dafür steht ein motiviertes, interdisziplinär besetztes Team in den Startlöchern und wird für den Bundesverband DIE STADTENTWICKLER wichtige Pionierarbeit leisten.


Text und Bild: Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH


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