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30.07.2018

Horb a.N. - Startschuss zur Auffrischung des Ortsbildes

Horb a.N. - Startschuss zur Auffrischung des Ortsbildes

"Nach sieben Jahren ist es endlich gelungen, dass Mühlen in das Bund-Länder-Programm ›Kleinere Städte und Gemeinden‹ aufgenommen wurde", freute sich Ortsvorsteher Jochen Renk bei der Informations-Veranstaltung über das neue Sanierungsgebiet.

Horb-Mühlen. Renk dankte der Stadt und Wolfgang Kronenbitter vom Fachbereich 4 für Recht und Ordnung, der den Ortschaftsrat jedes Jahr wieder ermutigt hatte, einen erneuten Antrag zu stellen. Jetzt hat es endlich geklappt. Am Montagabend hatten die Stadtverwaltung zusammen mit dem Sanierungsbetreuer, der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, zu einer Informationsveranstaltung über das Sanierungsgebiet Mühlen in den Gemeindesaal eingeladen, um private Eigentümer über die Fördermöglichkeiten, die sich in dem Zusammenhang ergeben aufzuklären.

"Jetzt ist die Chance da, in diesem abgegrenzten Sanierungsgebiet etwas zu bewegen", sagte Oberbürgermeister Peter Rosenberger. Der Ortschaftsrat habe sich immer wieder mit dem Thema befasst, und es sei nicht angenehm gewesen, jedes Jahr mitteilen zu müssen: "Es hat wieder nicht geklappt". Er hoffe nun, dass viele diese Chance wahrnehmen und ihre Ideen umsetzen können.

Norina Flietel von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH erläuterte das bisherige Vorgehen.

Schon 2012 waren die vorbereitenden Untersuchungen abgeschlossen worden. Es dauerte dann bis 2018, bis man endlich die Zusage erhielt, dass Mühlen in das LRP-Programm aufgenommen wird. Jetzt wurde die formale Abgrenzung des Sanierungsgebiets, das vor allem den alten Ortskern umfasst, festgelegt. Eine Erweiterung sei möglich, erklärte Flietel. Ziele der Sanierung sind unter anderen die Schaffung von Wohnraum durch Neustrukturierung und Umbau vorgenutzter Brachflächen, die Modernisierung privater Gebäude, insbesondere im Hinblick auf eine ganzheitliche, ökologische Erneuerung, sowie eine Anpassung vorhandener Strukturen an den demografischen Wandel durch Maßnahmen zur Erreichung der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum oder zum altersgerechten Umbau von Wohnungen.

Wolfgang Kronenbitter erklärte, welche öffentlichen und privaten Maßnahmen gefördert werden. Nicht gefördert werden zum Beispiel bei privaten Maßnahmen reine Instandsetzungen oder sogenannte Luxusmodernisierungen. Voraussetzung ist, dass mit der Maßnahme noch nicht begonnen wurde. Der Förderzuschuss beträgt im Regelfall 20 Prozent der berücksichtigungsfähigen Kosten, bei denkmalgeschützten Gebäuden 30 Prozent, aber maximal 75 000 Euro pro Grundstück. Abbruchkosten werden bei anschließender Neubebauung mit bis zu 100 Prozent, ohne Neubebauung 50 Prozent gefördert.

Auch Eigenleistungen können gefördert werden. Bei privaten Modernisierungsmaßnahmen kann die erhöhte steuerliche Abschreibung genutzt werden. Der Eigentümer muss eine Bescheinigung bei der Stadt beantragen und diese beim Finanzamt vorlegen. Um die erhöhte steuerliche Abschreibung geltend machen zu können, muss vor Beginn der geplanten Maßnahme eine entsprechende Vereinbarung mit der Stadt abgeschlossen werden.

Das Sanierungsprogramm läuft über acht Jahre bis 2026. Für Fragen stehen der Fachbereich 4 der Stadt Horb und die Sanierungsbetreuerin Norina Flietel jederzeit zur Verfügung. Flietel schaut sich das Objekt an und berät vor Ort. "Keiner muss sanieren", sagte Ortsvorsteher Jochen Renk, aber es sei für alle eine große Chance.

Quelle: Schwarzwälder Bote, 25. Juli 2018
Autorin: Marion Tischbein
Foto: Marion Tischbein

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