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08.05.2018

Neue Bibrishalle: Jetzt wurde in Herbrechtingen Richtfest gefeiert

Neue Bibrishalle: Jetzt wurde in Herbrechtingen Richtfest gefeiert

Die Stadt Herbrechtingen baut eine beispielgebende Sport- und Mehrzweckhalle. „Besser geht es gar nicht“, lobte gestern beim Richtfest im Bibris der Heidenheimer Landtagsabgeordnete Andreas Stoch Konzept und Standort der neuen Bibrishalle. In Herbrechtingen gibt man sich lieber schwäbisch zurückhaltend. Es lässt sich sogar bei den Grußworten sparen. Beim Toast auf das annähernd 18 Millionen Euro teure Projekt blieb der Griff zum Mikrophon allein Bürgermeister Dr. Bernd Sipple vorbehalten. Bestellt worden war für die geladenen Gäste immerhin ein vorzügliche Gulasch-Suppe und Kaiserwetter für den abschließenden Tag der offenen Türen für alle während der Bauphase neugierig gewordenen Herbrechtinger.

Erinnerung an kontroverse Diskussionen

Ahs und Ohs gab es viele in diesen Stunden. Stadtrat Hermann Mader erinnerte in kleinem Kreis an die intensiven und auch kontrovers geführten Diskussionen im Gemeinderat bis im Oktober 2015 einvernehmlich der Entwurf des Büros Sport-Concept gebilligt worden war. „Es hat sich gelohnt“, so Maders Einschätzung heute. Gerade im Vergleich mit den beiden benachbarten Hallen, welche die neue Bibrishalle ersetzten soll, werde deutlich, welch ein Sprung der Stadt damit gelungen sei.
„Die Stadt hat sehr viele Chancen genutzt“, bestätigte Andreas Stoch. Beispielgebend sei, dass Sport, Schulen und Gesellschaft diese Halle für ihre Zwecke nutzen können, dass unter einem Dach Feste gefeiert, Schüler ihr Mittagsessen erhalten und Leistungssport betrieben werden könne. „Das ist hier gut gelöst.“

Dank ans Land für finanzielle Hilfe

Bürgermeister Dr. Bernd Sipple wiederum dankte dem früheren Kultusminister und heutigem SPD-Fraktionsvorsitzenden für die „wesentliche Hilfestellung“, damit die Stadt in den Genuss von Fördermitteln aus gleich drei verschiedenen Töpfen habe kommen können. Die Anträge dazu hatte im Rathaus Beigeordneter Thomas Diem ausgearbeitet. Unter den Gästen wurden neben Vertretern der am Bau beteiligten Unternehmen auch Landrat Thomas Reinhardt und Sportkreispräsident Klaus-Dieter Marx von Sipple willkommen geheißen.

Starke Mannschaftsleistung

Es sei eine Mannschaftsleistung gewesen, damit die neue Bibris-Halle im Rohbau nun abgeschlossen sei, meinte Sipple. Sein Wunsch war, dass dieser Mannschaftsgeist in der ganzen Stadt erhalten bleibe. Die Halle selbst sei nach der Klostersanierung ein weiterer Baustein, um das gesellschaftliche Leben in der Stadt zu stärken.

Ein Werk sei hier geschaffen worden, wie man es nicht findet allerorten, bestätigte Zimmermann Schneider im seinen Richtspruch, der auch der Stadt diesen Hinweis gab. „Geld im Strumpf macht keinen Sinn.“

Eingeweiht wird die neue Bibrishalle voraussichtlich im August oder September 2019. Genutzt wird sie vielleicht schon ab April 2019. Um die alte Bibrishalle abreißen zu können, muss der Sport in die neue Halle umquartiert werden.

Zuschuss zum Richtfest

Schwaben sind aber nicht nur sparsam, sondern auch rechte Cleverles. Das Richtfest für die neue Bibrishalle fand just zum Tag des Städtebaus statt. Das Land hat diesen ausgerufen und fordert dabei Kommunen auf, Gebäude, die mit Mittel der Städtebauförderung erstellt oder saniert worden sind, an diesem Tag öffentlich zugänglich zu machen. Herbrechtingen, das neben der Sport- und Schulförderung auch über dieses Programm Mittel erhalten hat, hat mit dem Tag der offenen Tür diese Auflage erfüllt. „Darum haben wir sogar einen Zuschuss fürs Richtfest erhalten“, so Stadtbaumeister Dieter Frank.


Quelle: Heidenheim Zeitung
Autor: Günter Trittner
Foto: © Sabrina Balzer


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